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Microsoft und Oracle kündigen Enterprise Cloud Partnerschaft an

Microsoft Corp. und Oracle Corp. haben gestern eine Partnerschaft angekündigt, die den Kunden ermöglichen soll,  Oracle Software auf Windows Server Hyper-V und Windows Azure laufen zu lassen.

Die Kunden sollen Oracle Software wie Java, Oracle Database und Oracle WebLogic Server auf Windows Server Hyper-V oder Windows Azure deployen können und erhalten vollen Support durch Oracle.
Weitere Details des Deals wurden nicht öffentlich gemacht.

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Quelle/n:

Microsoft Presseveröffentlichung:
http://www.microsoft.com/en-us/news/Press/2013/Jun13/06-24WSNewsPR.aspx

Microsoft TechNet Blog:
http://blogs.technet.com/b/microsoft_blog/archive/2013/06/24/partners-in-the-enterprise-cloud.aspx

Oracle Blog:
https://blogs.oracle.com/cloud/entry/oracle_and_microsoft_join_forces

CeBIT-Highlight: Bundesregierung wählt „SecuSUITE for BlackBerry 10“

In unserem Artikel vom 14.01. hatten wir das erwartete CeBIT-Highlight bereits vor-angekündigt.
Die für viele spannendste erste Frage war: auf welcher Betriebssystembasis?
Seit heute Nachmittag ist das Geheimnis offiziell gelüftet …

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Die von November 2012 bis Februar 2013 laufende Ausschreibung des Bundes konnte Secusmart mit seinen Partnern für sich entscheiden:
Die Bundesregierung wählt „SecuSUITE for BlackBerry 10“

Die Lösung wurde vom Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für die verschlüsselte Kommunikation der deutschen Bundesregierung ausgewählt.

Die Mobile Hochsicherheitslösung „SecuSUITE for BlackBerry 10“ wird auf der CeBIT 2013 präsentiert und dürfte sicher eines der grossen Messe-Highlights bilden.
„SecuSUITE for BlackBerry 10“ besteht aus
– der Secusmart Security Card,
– der BlackBerry 10 Plattform
– und Komponenten von Secunet und Sirrix.

Zitat aus der Pressemitteilung:
„Die einzigartigen Fähigkeiten der Secusmart Security Card und der BlackBerry Balance Technologie ermöglichen es den Nutzern erstmals, die extrem hohen Sicherheitsanforderungen der deutschen Bundesbehörden an sichere Datenübertragung und abhörsichere Sprachkommunikation zu erfüllen – ohne Abstriche beim Nutzererlebnis.“

Die Secusmart Security Card gewährleistet die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen VS-NfD der deutschen Bundesregierung, denn die Lösung bietet sichere Verschlüsselung …
– der gespeicherten Informationen,
– der Sprache,
– der Textnachrichten,
– des VPN
– und sicheres Browsen im Netz.

BlackBerry Balance trennt sensible Informationen zuverlässig von persönlichen Inhalten. Nutzer können einfach und sicher zwischen ihrem geschäftlichen und privaten Leben wechseln.

Die kombinierte Lösung bietet Regierungskunden zum ersten Mal eine hervorragende Smartphone-Nutzererfahrung ohne sensible Regierungsinformationen zu gefährden.

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„SecuSUITE for BlackBerry 10“ basiert auf Secusmarts sicherem Sprachprodukt SecuVOICE, das bereits vom deutschen BSI, dem niederländischen NBV, dem EU-Rat für Informationssicherheit und der NATO für VS-NfD Kommunikation freigegeben wurde.

Die integrierte mobile Hochsicherheitslösung wird auf der CeBIT 2013 in Halle 12 am Stand B66 von Secusmart präsentiert.

Dr. Hans-Christoph Quelle, Geschäftsführer der Secusmart GmbH, wird ausserdem auf dem CeBIT Pro MOBILE BUSINESS SOLUTIONS FORUM am Mittwoch, 06.03., 11:45-12:30h, einen Vortrag zur „SecuSUITE for BlackBerry 10“ halten und die Lösung präsentieren und erläutern.

Weiter führende Informationen: siehe http://www.secusmart.com/secusuite/

 

Quelle: Pressemeldung Secusmart GmbH
Bilder: Secusmart, Sirrix
Links:
http://www.cebit.de/veranstaltung/mobile-business-solutions-forum/FOR/51789
https://enterprisemobilitymobi.wordpress.com/2013/01/14/cebit-2013-secusmart-stellt-hochsicheres-smartphone-vor/
https://www.secusmart.com/presse/pressemitteilungen/
http://www.secusmart.com/secusuite/

CeBIT 2013: Mobile Business Solutions Forum

Event Tipp:

Cebit Pro MOBILE BUSINESS SOLUTIONS FORUM

Halle 6, C04, 05.-09.03.2013

Programm / Agenda:
– 44 Fachvorträge
– 2 Podiumsdiskussionen (Di.+Do.)

Highlights: 

 

Podiumsdiskussion „BYOD – Fluch oder Segen für die Unternehmens-IT“:

Di. 05.03. / 16:30-17:45h: mit 9 Experten von Deutsche Telekom, Secusmart, Schiffl, Pretioso, mediaTest digital, virtual solution, Weptun, Keynote Systems / DeviceAnywhere,

Do. 07.03. / 15:45-17:00h: mit 11 Experten von
Deutsche Telekom, Secusmart, TCI Law, Amagu, Enough Software, commsult, Pretioso, virtual solution, mediaTest digital, Keynote Systems / DeviceAnywhere,
Moderation: m-ACADEMY
Microsoft, Deutsche Telekom, Vodafone, if(is) Institut für Informationssicherheit, Secusmart, MeLLmo, Opitz Consulting, audius, Glanzkinder, Enough Software, insertEFFECT, Pretioso, TCI Law, amagu, virtual solution, Circle Unlimited, SIC! Software, Mücke Sturm & Company, smart digits, Weptun, StarFinanz, m-ACADEMY, AZO Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen, update Software, commsult, TNS Infratest, imbus, it-novum, Jung von Matt, mediaTest digital, Bredex, Shoutr
http://www.cebit.de/veranstaltung/mobile-business-solutions-forum/FOR/51789

Messe-Tickets:

Mitglieder des XING Forums „ENTERPRISE MOBILITY“
erhalten auf Anfrage ein Messe-Ticket kostenfrei (solange Vorrat reicht).

Meeting Point:
für Mitglieder des XING Forums „ENTERPRISE MOBILITY“ sowie Besucher / Leser unseres Blogs „ENTERPRISE MOBILITY“
ist das „Mobile Business Solutions Forum“ gleichzeitig auch dauerhafter Treffpunkt zum Austausch (wenden Sie sich gerne vor Ort an die Information, Halle 6, C04).
Nutzen Sie die Gelegenheit,
über das erstklassige Programm von 44 praxisnahen, fundierten Fachvorträgen und den beiden Podiumsdiskussionen sich einen vertieften Einblick und breiten Überblick über Mobile Business Solutions, Enterprise Mobility, Mobile Lösungen im Unternehmenseinsatz zu verschaffen.
Bringen Sie Ihre Fragen aus der Praxis mit und wenden Sie sich vor Ort an die zahlreichen hochkarätigen Experten.
Holen Sie sich die für Sie relevanten Anregungen, Inputs und Praxis-Tipps für Ihre eigene Enterprise Mobility Strategie.
Das gesamte Programm finden Sie detailliert auf:
Nutzen Sie auch den persönlichen Messeplaner mit Vormerkfunktion auf der CeBIT Webseite oder per App.

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ENTERPRISE MOBILITY Termine und Event-Tipps finden Sie auf unserer Seite „Termine“ (2. Menü-Punkt oben):
https://enterprisemobilitymobi.wordpress.com/termine/

BlackBerry … keep on loving you

Anstatt eines Abgesangs auf den Untergang …
stimmen die Alt-Rockstars von RIM ein Comeback mit BlackBerry 10 an.

Absolut sehenswert !

Video „Devs, BlackBerry Is Going To Keep On Loving You“, YouTube Kanal „BlackBerry“

Diese Performance widmet RIM seinen Entwicklern.

Zitat:

„This video is a thank you to all developers supporting the BlackBerry platform.
Your Developer Relations, Alliance and Developer Tools teams appreciate your enthusiasm and loyalty!
We’re Going To Keep On Loving You.
Shown at BlackBerry Jam Americas Sept 2012.

We are going to keep loving developers at Research In Motion, all the way to BlackBerry 10 and beyond.
Watch our leadership team for developer relations bring back the band:
Alec Saunders, VP Developer Relations & Ecosystem,
Chris Smith, VP Application Platform & Tools, and
Martyn Mallick, VP Global Alliances & Business.
Thank you to those devs who are working hard, and for those jumping on board every day.
Stay updated at http://developer.blackberry.com and http://devblog.blackberry.com.
Let’s Rock and Roll This!“

Quelle/n:
http://www.youtube.com/watch?v=WlsahuZ_4oM

RIM: “Jetzt die Pferde zu wechseln ergäbe keinen Sinn”

Man könnte auch sagen: „wenn das Pferd tot ist, dann steig ab“ (Indianer-Weisheit).
RIM CEO Torsten Heins will jedenfalls nicht an eine Totgeburt von BlackBerry 10 glauben …

Dem Aktienkurs nach zu urteilen (siehe Titelbild), ist das Pferd „BlackBerry“ irgendwann Anfang 2009 zu Tode geritten gewesen und man hat sich vom positiven Markttrend in die komplett entgegengesetzte Richtung abgesetzt und verabschiedet.
Dieser Trend nach unten hält seither unvermindert an: Analysten und Börse haben sich nicht davon überzeugen lassen, dass der Markt auf RIM’s Hoffnung noch wartet, wodurch BlackBerry 10 sich tatsächlich zu einer Totgeburt entwickeln könnte.

Parallelen zu Palm drängen sich auf, die ebenfalls viel zu lange für notwendige große Innovationen gebraucht hatten. Deren Hoffnungsträger webOS mag ein mehr als solides, ausgereiftes und zukunftsfähiges, in seiner Konzeption gar zukunftsweisendes und augenscheinlich wettbewerbsfähiges Produkt gewesen sein, aber man hatte den Zug schlicht und einfach verpasst. Die Übernahme durch HP kam zu spät und HP’s Anstrengungen waren wohl auch nicht intensiv genug.

Die zweite Parallele im Markt für mobile Geräte geht bei RIM als das wohl schlimmere Schreckgespenst um:
Nokia hingegen hat beim Trend nach unten trotz ebenfalls bereits eingeleiteter Produkt-Innovationen die Reißleine gezogen, tatsächlich die Pferde gewechselt und auf Windows Phone umgesattelt. Aller nicht verstummen wollender Unkenrufe selbst ernannter „Experten“ in der Blogosphäre wie auch klassischen Medien zum Trotz, die Microsoft im mobilen Markt längst abgeschrieben haben und den Weg mit Nokia als den Weg zweier Lahmer verhöhnen, sind sich die Analysten dennoch bereits seit vergangenem Jahr erstaunlich einig (IDC: „Windows Phone überholt iOS bis 2015“), daß dieser Weg wieder steil nach oben führen wird. Ob es nun als Wunderheilung verstanden werden wird oder nicht, genug Muskelkraft haben beide aufgebaut, daß man schon bald vorhat, die Krücken hinter sich zu lassen und gehörig Fahrt aufzunehmen um richtig abzuheben.

Mit weit mehr als nur Facelifting setzt Microsoft ab diesem Herbst auf den Erfolg seiner beiden brandneuen Zwillingsbrüder, Windows 8 und Windows Phone 8. Wer es noch nicht mitbekommen oder einfach noch nicht verstanden hat: hier tut sich tatsächlich Einiges und Brancheninsider von Analysten bis hin zu Apple’s Mitgründer Steve Wozniak („… lobt Microsoft in höchsten Tönen“) sind sich einig, daß Microsoft diesmal die Zeichen der Zeit richtig und auch noch rechtzeitig erkannt hat. Nach überstandener Talsohle wird  auch Nokia davon profitieren.

RIM liegt ein ähnliches Angebot von Microsoft seit 1 1/2 Jahren vor und hat es, aktuell noch einmal bekräftigt, ausgeschlagen.
Man wird sehen, ob RIM diesen massiven und lang anhaltenden Trend nach unten doch noch aus eigener Kraft stoppen und nach oben umkehren kann. Irgendwelche positiven Omen oder Zeichen sucht man bis dato vergeblich.

RIM’s deutscher CEO Torsten Heins scheint dennoch an RIM und BlackBerry 10 zu glauben.
In einem aktuellen Interview mit der Wirtschaftswoche will er nichts von einer „Todesspirale“ wissen, sondern nennt RIM’s Zustand eine „massive Übergangssituation“. BlackBerry 10 böte Chancen in den beiden Märkten für Smartphones wie auch Tablets, darüber hinaus auch für neue Geschäftsfelder wie Connected Cars oder Machine-to-Machine (M2M), wichtige Themen in den nächsten 10 Jahren.

Die nächsten Quartale stellten eine Herausforderung für RIM dar, aber er sei sicher, daß man da durchkomme.
Über die Verschiebung des Marktstarts von BlackBerry 10 auf 2013 ist auch Heins enttäuscht, er hält sie aber nicht für „kriegsentscheidend“. Wichtig sei daß die Plattform qualitativ hochwertig ist.

Beim angesprochenen Vergleich mit Palm und seinem Scheitern trotz des hoch gelobten webOS vertraut Heins auf RIM’s starke, loyale Kundenbasis gerade bei Unternehmen und RIM’s eigener Infrastruktur. Im Endkundenbereich sieht auch Heins einen harten Wettbewerbskampf auf sich zukommen.
Die Option Android habe man sich vor 1 1/2 Jahren tatsächlich intensiv angesehen, aber aufgrund der Stärken als Hardware-Hersteller eine Monopolisierung seitens Samsung festgestellt, gegen die es die weiteren OEMs schwer hätten, sich zu differenzieren. Dieses Merkmal weise BlackBerry auf, aber Heins blieb eine schlüssige Antwort schuldig, warum man dann nicht tatsächlich Android gewählt hat.
Zu diesem Zeitpunkt habe man Windows Phone noch nicht auf dem Radar gehabt und zwischenzeitlich sei BlackBerry 10 so weit entwickelt. „Jetzt die Pferde zu wechseln ergäbe überhaupt keinen Sinn.“

Als Strategie neben BlackBerry 10 definiert Heins eine Straffung des Produktportfolios einhergehend mit erforderlichen Kostensenkungen und dem Stellenabbau von 5000 Beschäftigten.
Über die schwachen Verkaufszahlen beim BlackBerry Playbook mache man sich Gedanken, man müsse die Frage nach der Zukunft eines Consumer-Tablets von RIM erst noch beantworten. In jedem Fall werde man sich künftig wieder stärker auf Unternehmenskunden fokussieren.

RIM CEO Torsten Heins

Das gesamte Interview mit der Wirtschaftswoche können Sie hier nachlesen:
http://blog.wiwo.de/look-at-it/2012/07/09/blackberry-chef-heins-jetzt-die-pferde-zu-wechseln-ergabe-keinen-sinn/

Quelle/n:
http://blog.wiwo.de/look-at-it/2012/07/09/blackberry-chef-heins-jetzt-die-pferde-zu-wechseln-ergabe-keinen-sinn/
http://www.businessinsider.com/chart-of-the-day-rims-post-iphone-implosion-2012-6
http://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS22762811
http://winfuture.de/news,70769.html
Bild Business Insider
Foto Wirtschaftswoche

Quo Vadis, RIM ?

Die schlechten Nachrichten reissen nicht ab, ein Ende des bereits existenzbedrohenden Abwärtstrends ist ebenfalls nicht in Sicht.
Schliesst sich RIM demnächst NOKIA’s Weg zu Microsoft’s Windows Phone an?

RIM schockiert Analysten und Stakeholder (Aktionäre wie Mitarbeiter) mit Hiobsbotschaften am laufenden Band.
Der Reihe nach:

  • RIM’s Marktanteile am Smartphone-Markt, sowohl bei Consumern als auch bei Unternehmen, erodieren und stürzen seit längerem förmlich ins Bodenlose. Der letzte Stand laut BITKOM-Veröffentlichung für das 1. Quartal 2012 wies für RIM’s BlackBerry Modelle gerade einmal noch 3% aus (wir berichteten im Artikel vom 29.05.).
  • In den drei Monaten bis zum 2. Juni lieferte RIM weltweit 7,8 Millionen Telefone aus und damit nur rund 70% des Volumens des Vorquartals von immerhin noch 11,1 Millionen, im selben Quartal des Vorjahres waren es noch 13,2 Millionen. Heruntergerechnet würde das für die noch zu erwartenden Zahlen der Marktanteile in Deutschland für das 2. Quartal 2012 eine weitere Absenkung auf nur mehr 2% bedeuten – eine Verabschiedung in Raten von einem ansonsten dynamisch wachsenden Zukunftsmarkt.
  • Parallel dazu wurde im vergangenen Quartal 2012 ein bereinigter Verlust von 192 Millionen Dollar eingefahren, weit höher als erwartet. Laut RIM steht ein weiteres Quartal mit operativen Verlusten bevor.
  • Der Umsatz brach im gleichen Zeitraum versus Vorquartal sogar um mehr als 40 Prozent ein, auf 2,8 Milliarden Dollar.
  • Mit all diesen Schreckensmeldungen sank der Aktienkurs im gestrigen regulären Börsen-Tagesgeschäft zuerst nur leicht auf 9,13 Dollar, im nachbörslichen Handel auf 7,81 US-Dollar. Binnen 1 Jahres hat die RIM Aktie rund drei Viertel an Wert verloren.
  • Trotz immerhin 2,2 Milliarden Barvermögens verringert sich der Börsenwert des Unternehmens damit auf  unter 5 Milliarden Dollar.
  • Von den etwa 16.500 Mitarbeitern wird laut Ankündigung von RIM nun fast jeder Dritte seinen Job verlieren, 5000 Stellen werden abgebaut.
  • Der Marktstart der neuen Smartphone-Generation BlackBerry 10, auf der alle Hoffnungen ruhen, wurde zu alledem nun auch noch um mehr als 1 Jahr verschoben: es wird erst Anfang nächsten Jahres fertig und verpasst heuer auch noch das wichtige Jahresendgeschäft zu Weihnachten.

Zitat WSJ:
„Analysten befürchten, dass die Kosten für die Markteinführung des Blackberry 10 und der Margendruck beim Verkauf der noch in den Regalen liegenden alten Geräte das Kapital schnell aufzehren könnten. Laut Finanzvorstand Brian Bidulka werden auch die Entlassungen kosten, doch im laufenden Quartal soll netto kein Geld abfließen.“

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge könnte RIM sein Heil in der Zuflucht zu bzw. einer Partnerschaft mit Microsoft suchen.
Zitat Reuters:
„Nachdem das Unternehmen den Markstart seines neuen Hoffnungsmodells um mehr als ein Jahr verschieben muss, sondiert es eingeweihten Personen zufolge, das eigene Betriebssystem aufzugeben und Microsofts Windows-Variante einzusetzen. Allerdings befürchten Branchenexperten bereits das Schlimmste für den kanadischen Konzern …
Fachleute sehen in den Plänen einen Akt der Verzweiflung des deutschen Firmenchefs Thorsten Heins ohne große Aussicht auf Erfolg. …
Schon kurz nach Heins‘ Amtsantritt klopfte Microsoft-Chef Steve Ballmer Insidern zufolge bei RIM an, um dem Unternehmen eine ähnliche Partnerschaft wie mit Nokia schmackhaft zu machen.“

Zitat Handelsblatt:
„Bei einer Partnerschaft mit Microsoft könnte der Softwarekonzern zudem Anteile von RIM übernehmen und das Unternehmen finanziell unterstützen. Diese Möglichkeit ist den Kreisen zufolge aber bei dem im kanadischen Waterloo ansässigen Konzern besonders unpopulär, weil sie dessen Eigenständigkeit beenden würde. …
Die zweite Möglichkeit für RIM ist den Kennern zufolge, das Netzgeschäft an Privatinvestoren oder ein anderes Technologieunternehmen zu verkaufen. Der Käufer könnte das BlackBerry-Netz für andere Anbieter öffnen, so dass die vor allem in Unternehmen und Regierungseinrichtungen für ihre Sicherheit besonders geschätzten BlackBerry-Dienste auch über andere Netze und Handys verschickt werden könnten. …
Doch BlackBerry-Chef Heins hielt am Donnerstag im Gespräch mit Analysten an seiner Strategie eines integrierten Konzerns fest – mit Handys, eigener Software und eigenem Netz. Heins hatte selbst eine Strategieüberprüfung angestoßen, bei der Investmentbanker unter anderem von JPMorgan Chase die Optionen für das Unternehmen ausloten.“

RIM CEO Thorsten Heins, ehemals verantwortlich für die Siemens Mobilfunksparte, war bei RIM angetreten, den Abwärtstrend aufzuhalten und mit einem eigenen, neuen Betriebssystem wieder in eine positive Richtung zu drehen.
Doch die Entwicklung der neuen Betriebssystemversion dauert länger als erwartet, wie man gestern einräumte. Das ist auch der Grund für die Verzögerung der Markteinführung der neuen Modelle BlackBerry 10 auf Anfang 2013. Analyst Edward Snyder von Charter Equity Research: „Das ist ein Desaster.“

Zusammenfassend kann man wohl davon ausgehen, dass die Zahl der möglichen Optionen für RIM mit dem Verlust von Unternehmenswert und Marktanteilen schrumpfen. Eine Rettung aus eigener Kraft scheint derzeit in Anbetracht der verschärften Wettbewerbslage sehr unwahrscheinlich. Wartet man zu lange, droht ganz klar das endgültige Verschwinden vom Markt, das manche Analysten ebenfalls bereits seit einiger Zeit prognostizieren.

Quelle/n:
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE85S02H20120629
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/blackberry-hersteller-rim-sucht-heil-bei-microsoft/6812634.html
http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424052702303649504577494791587440860.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/blackberry-hersteller-rim-streicht-nach-rekordverlust-5000-jobs-a-841626.html
https://enterprisemobilitymobi.wordpress.com/2012/05/29/bitkom-veroffentlicht-aktuelle-smartphone-marktanteile-in-deutschland/
Fotos REUTERS

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